Gift und Galle

Mit ihrem Album „Sturm aus Nord“ liefern die Hamburger von Das Letzte Lager eine brachiale Ansage ab, die dem norddeutschen Schmuddelwetter eine völlig neue, kompromisslose Schärfe verleiht. In knackigen 38 Minuten und über acht abwechslungsreiche Tracks hinweg verschmilzt die Band eisige Black-Metal-Atmosphäre mit der wuchtigen Dynamik des Death Metals.

Sound & Atmosphäre:
Schon beim titelgebenden Opener „Sturm aus Nord“ und dem mitreißenden „Nichts bleibt“ wird klar, wo der Hammer hängt.

Groovendes Drumming: Anstatt nur auf stumpfes Dauer-Blastbeat-Gewitter zu setzen, ballert das Schlagzeug mit extrem packenden, groovenden Rhythmen. Das treibt die Songs unaufhaltsam nach vorne und verleiht dem Album eine ungemein physische, headbanger-freundliche Dynamik.

Über diesem massiven Fundament thront Frosts Gesang. Seine wütende, voller Hass und Verzweiflung getränkte Stimme schneidet wie ein Rasiermesser durch die Riffwalzen – besonders indrucksvoll nachzuvollziehen in Stücken wie „Blume aus Blut“ oder dem düster-melancholischen „Der verlassene Strand“. Dat Ding muss man haben!!!!

Chris/Gift und Galle